Zur Ausstellungseröffnung spricht Christoph Tannert.
Im Zentrum der Ausstellung "Multiple Players" (Laufzeit: 21.03.–03.05.2026) steht die Malerei. Justine Otto zeigt Menschenansammlungen – von Festivals, Demonstrationen oder kollektiven Momenten inspiriert – als verdichtete Bildräume. Einzelne Figuren treten hervor, lösen sich zugleich vom Ganzen und werden zu abstrakten Strukturen. Bewegungen verdichten sich zu rhythmischen Mustern, Körperteile wiederholen sich und bilden beinahe schablonenhafte Strukturen. So entstehen vibrierende Gefüge, in denen Nähe, Auflösung, Individualität und Masse miteinander verschmelzen.
Die Leinwand fungiert als Resonanzraum kollektiver Dynamiken: Einzelne Figuren bleiben erkennbar, werden aber zugleich Teil eines größeren, pulsierenden Ganzen. Ergänzt wird die Malerei durch skulpturale Arbeiten, die das Motiv der Gruppe in den Raum erweitern und die Frage stellen: Wer sind wir – und wenn ja, wie viele?